2. Dan-Modul-Prüfung für ID-Judoka in Dülmen

Nach einer fast zweijährigen coronabedingten Unterbrechung stellt sich auch bei den ID-Judoka, wenn auch langsam, so doch stetig, wieder so etwas wie Normalität ein.

© Dr. Wolfgang Janko

- Text Dr. Wolfgang Janko -

So konnte am Sonntag, 24.10.2021, bereits die 2. ID-Teilprüfung mit dem Schwerpunkt „Bodentechniken“ für die ID-Judoka durchgeführt werden. Am zuvor stattfindenden zweitätigen Lehrgang nahmen immerhin 22 Judoka teil. Ein Trainer, Rudi Verhagen, reiste für diesen Lehrgang extra aus den Niederlanden an.

Die Dan-Prüfungsordnung ID-Judo ist auf die drei Module: „Kata“, „Boden“ und „Stand“ aufgeteilt. Diese Aufteilung ist notwendig, um möglichst vielen ID-Judoka unter Berücksichtigung ihres individuellen Handicaps die Möglichkeit zu geben, sich einen „Dan-Grad“ zu erarbeiten.  Für viele ID-Judoka ist das Modul „Bodentechniken“ eine besondere Herausforderung, denn aufgrund der nicht zum Prüfungsproramm gehörenden Hebel- und Würgetechniken musste eine Vielzahl von Haltetechniken und Bewegungsaufgaben demonstriert werden.

Die DJK Dülmen stellte wieder ihre Sporthalle im Anna-Katharinen-Stift kostenlos zur Verfügung und das Team um Bernard Freitag organisierte die gesamte Verpflegung, so dass die Lehrgangsteilnehmer kostengünstig die dreitätige Vorbereitungsmaßnahme absolvieren konnten. Außerdem stellten sich zahlreiche Dülmener Judoka als Partner für die ID-Judoka zur Verfügung.

Der Lehrgang wurde nun schon traditionsgemäß von Jörg Wolter, im NWJV Ansprechpartner für ID-Prüfungsfragen, geleitet. Einmal mehr verstand Jörg es meisterhaft, die Teilnehmer, auch nach so langer Pause, zum intensiven Üben am Freitagabend und während des gesamten Samstags zu motivieren.

Auch mit den Vorkenntnissen der Prüfungsanwärter zeigte sich Jörg zufrieden. „Die gute Vorbereitung ist sehr wichtig – gerade bei ID-Judoka kann man nicht innerhalb von zwei Tagen alle erforderlichen Techniken in einer ansprechenden Qualität einüben.“

Die Judoka haben zwei Jahre Zeit, die drei Module Stand, Boden und Kata zu absolvieren. Jährlich werden alle drei Themen angeboten. Wenn es einmal nicht reicht, kann man also mit mehr Vorbereitungszeit noch einmal antreten.

Sonntag Morgen war es dann endlich so weit. Fünf überaus nervöse aber doch bestens vorbereitete ID-Judoka stellten sich der vom NWDK-Prüfungsvorsitzenden Wolfgang Thies einberufenen Prüfungskommission: Jürgen Hatzky, Jörg Wolter und Dr. Wolfgang Janko.

Nach einstündiger Prüfungszeit zeigte sich die Kommission beeindruckt von den gezeigten Bodentechniken aller Teilnehmer, so dass alle fünf Kandidaten ihre Dan-Prüfung im Modul „Bodentechniken“ bestehen konnten.

Das erste Modul auf dem Weg zum „Schwarzgurt“ bestand Bastian Wind vom Budokan Hünxe. Bereits die 2. Teilprüfung konnten Jasmin Siebelitz und Andrea Kuhne (Budokan Hünxe), Patrick Barendonk (Budokan Bocholt) und Martin Tritt (DJK Dülmen) erfolgreich ablegen, so dass für diese vier Judoka noch in diesem Jahr mit einem letzten erfolgreich absolvierten Modul, dann Standtechniken, der „Schwarzgurt“ möglich wird.