7. Inklusive Deutsche Kata-Meisterschaft in Erlangen

Zum siebten Mal nahmen ID-Judoka an der Deutschen Kata-Meisterschaft teil, die damit zu einer  inklusiven Kata-Meisterschaft wurde.

© Wolfgang Janko

Bei dieser Meisterschaft, die von der Judoabteilung des TV Erlangen vom 22. - 23. Juni in der Karl-Hiersemann-Halle ausgerichtet wurde, gingen insgesamt
88 Kata-Paare aus ganz Deutschland in neun verschiedenen Kata- emonstrationen an den Start, darunter auch zwölf ID-Judo-Paare aus Berlin, Bayern, Schleswig-Holstein, Sachsen und Nordrhein-Westfalen.

Bei einer inklusiven Kata übernimmt der ID-Judoka stets die Rolle des Tori. Er oder sie führt die Judotechniken aktiv aus. Der Partner, der möglichst harmonisch und vor allem technisch brillant geworfen werden soll, unterliegt keinen Einschränkungen und ist idealerweise ein Judoka ohne Handicap (Uke). Bei den inklusiven Deutschen Kata-Meisterschaften gab es für die ID-Judoka zwei Wettbewerbe:

1. Nage-No-Kata

Im Gegensatz zu den Teilnehmer, die alle fünf Wurfgruppen der Nage-No-Kata mit insgesamt 30 Techniken demonstrieren mussten, brauchten die ID-Judoka, aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten, nur eine frei auswählbare Wurfgruppe darbieten.

Von den sechs gemeldeten Paaren in der Nage-No-Kata kamen zwei aus Nordrhein-Westfalen. Schade, dass die Titelverteidiger aus Bocholt nicht an den Start gehen konnten. So war der Wettbewerb in diesem Jahr völlig offen. Am Ende hatten ein Paar aus Bayern und die Zwillingsbrüder Giuseppe Brancatello & Archangelo Brancatello aus Dieringhausen die gleiche Punktzahl. Die Deutsche Meisterschaft und damit die Goldmedaille ging jedoch nach Bayern, für die Zwillinge blieb nur der zweite Platz und Silber. Die Bronzemedaille erkämpften sich Carina Niemeyer & Andreas Klimaschewski von der DJK Dülmen.

2. Katame-No-Kata

In der Katame-No-Kata entfallen für die inklusiven Paare die Gruppen der Hebel- und Würgetechniken, so dass  nur die Gruppe der Haltegriffe demonstriert werden muss.

Auch hier gingen sechs inklusive Paare an den Start, davon drei aus NRW. Hier gab es allerdings eine kleine Enttäuschung, denn nur Jan Himmelbach konnte mit seinem Partner Gerd Schäfer eine Bronzemedaille erkämpfen.

Ein großer Dank der ID-Judoka geht an das Nordrhein-Westfälische Dan-Kollegium, das zum einen die NRW-Judoka mit einem Kaderabzeichen ausstattete und zum anderen zwei spezielle Vorbereitungslehrgänge in Oberhausen unter der Leitung von Sergio Sessini durchführte.

Darüber hinaus ermöglichte das NWDK den ID-Judoka durch einen Reisekostenzuschuss die Teilnahme in Erlangen.

Ergebnisse Inklusive Deutsche Kata-Meisterschaft 2024

Nage No Kata 

1. Henry Unterseher & Markus Sommer (Bayern)                                            174 Punkte

2. Giuseppe & Archangelo Brancatello (Dieringhausen)                                 174 Punkte

3. Carina Niemeyer & Andreas Klimaschewski  (Dülmen)                              167 Punkte

4. Sabine Ruppin & Kim Bonnes (Niedersachsen)                                             159  Punkte

5. Horst Hülsmann & Peter Ackermann (Niedersachsen)                              155 Punkte

6. Franziska Reinsperger & Christian Emilius (Bayern)                                     153 Punkte

 

Katame-No-Kata

1. Anna Scheppan & Reinhard Weidauer (Sachsen)                                         183,0 Punkte

2. Sebastian Lengert & Olaf Stroche (Berlin)                                                       182,5 Punkte

3. Jan Himmelbach & Gerd Schäfer (Hünxe/Oberhausen)                             176,5 Punkte

4. Julia Wardeman & Marina Möhner (Hünxe/Oberhausen                         165,5 Punkte

5. Thorben von Kneten & Lukas Ehresmann (Hünxe/ Oberhausen)           163,5 Punkte

6. Johannes Howe & Jessica Große-Frericks (S-Holstein)                               155,0 Punkte

Text & Foto: Wolfgang Janko