BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?
H. Lott: Ich bin ehrenamtlich in verschiedenen, dem BRSNW angehörigen, Vereinen involviert. In normalen Zeiten leite ich die Trainingseinheiten im Showdown und organisiere verschiedene Turniere. Zurzeit ist die Halle geschlossen und der Trainingsbetrieb kann leider nicht wie gewohnt stattfinden. Für den BRSNW war ich bisher immer auf der REHACARE vertreten, um dort den Interessierten das für Blinde und Sehbehinderte entwickelte Spiel „Showdown“ oder auch Tischfußball genannt, zu zeigen. Das fällt dieses Jahr leider auch aus. Ich hoffe, dass der Spielbetrieb bald wieder normal weitergeführt werden kann.
BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?
H. Lott: Durch meine eigene Sehbehinderung bin ich 2009 auf die Idee gekommen, Showdown mal auszuprobieren und besuchte dafür einen Workshop in einem Gymnasium in Bonn. Der Workshop hat mir gut gefallen und so kam es, dass ich öfter dran teilnahm und später sogar selbst mit der Organisation betraut wurde. Das war der Anfang zu meiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Seit 2017 gibt es sogar einen Ligabetrieb im Tischfußball, der ähnlich dem Ligabetrieb des Fußballs aufgebaut ist. Das hat den Sport nochmal spannender gemacht und den Bekanntheitsgrad erhöht.
BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?
H. Lott: Als Rentner habe ich mehr als genug Zeit und nutze diese, um meinen Sport und allgemein den Blinden- und Sehbehindertensport zu unterstützen. Aber auch der Spaß und der Zusammenhalt im Behindertensport macht mir immer wieder großen Spaß.
BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis für Sie im Ehrenamt?
H. Lott: Die schönsten Ereignisse im Ehrenamt waren für mich fast überwiegend sportlicher Natur. Die vielen Turniere die man selbst gespielt hat, aber auch die vielen Sportler*innen, die man trainiert hat und die immer wieder gute Leistungen zeigen, machen mich stolz. Ein anderes Ereignis ist die normalerweise jährlich stattfindende Rehacare, die mir auch immer viel Spaß gemacht hat.
BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?
H. Lott: Mein Ehrenamt ist zum Hobby geworden. In meiner Freizeit spiele und trainiere ich Tischfußball. Mittlerweile in zwei verschiedenen Vereinen. In Köln gebe ich alle vier Wochen Workshops und Trainingseinheiten und in Bonn, in meinem Heimatverein dem BSV Bonn/Rhein-Sieg e.V., im zweiwöchigen Rhythmus.
BRSNW: Ein großes Dankeschön auch an Sie, Herr Lott. Der sonst jährliche Auftritt auf der REHACARE bekommt immer sehr viel positives Feedback – und wir freuen uns daher zusammen umso mehr auf die Rehacare 2021. Dankeschön!