Heute haben wir den Beauftragten für die Talentsicherung und die Spielleitung im Boccia, Klaus Martin im Interview. Klaus Martin ist schon seit 1966 aktiv dabei, damals noch Versehrten-Sportverband Nordrhein-Westfalen. Dementsprechend konnte er viele verschiedene Posten im Behindertensport besetzen.
BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?
K. Martin: In normalen Zeiten bin ich mit der Planung und Organisation des Spielbetriebes im Boccia betraut. Unter anderem übernehme ich teilweise auch noch die Talentsichtung im selbigen Bereich. Aktuell kann ich leider nur theoretisch planen. Die aktuelle Saison wurde für 2020 ohne Meister abgesagt. Ab dem kommenden Donnerstag dürfen wir unter strengen Auflagen unseren Trainingsbetrieb wiederaufnehmen. Jetzt gilt es erstmal den Trainingsbetrieb, den Regeln entsprechend zu planen.
BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?
K. Martin: Bei mir hat alles mit dem Start meiner Lehre angefangen. Das war 1966. Mit dem Start meiner Lehre bin ich der Gewerkschaft und dem VSNW (Versehrten-Sportverband Nordrhein-Westfalen) beigetreten. Das war damals die einzige Möglichkeit mit einer körperlichen Behinderung Sport zu treiben. Durch die lange Mitgliedschaft im Versehrten-Sportverband habe ich verschiedene Stationen durchlebt. Kassierer, Schriftführer und stellvertretender Vorsitzender, bis ich schließlich den jetzigen Posten übernommen habe.
BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?
K. Martin: Ich konnte schon immer ein gewisses organisatorisches Geschick vorweisen. Ich habe es damals versprochen, den Spielbetrieb für die Leute zu organisieren und das Versprechen halte ich bis heute. Einen Spielbetrieb zu organisieren und zu sehen, wie die Leute Spaß an ihrem Sport haben, gibt mir aber auch sehr viel wieder.
BRSNW: Was war ihr bisher schönste Ereignis in Ihrer ehrenamtlichen Zeit?
K. Martin: Das waren ganz klar die Verbandslehrgänge für die damaligen Sportanfänger. Das müsste ca. Ende 1970 oder Anfang 1980 gewesen sein. Die Lehrgänge waren immer gut besucht und man hat eine Menge netter Leute kennen gelernt. Man hat sich als Gemeinschaft verbunden gefühlt. Viele der Teilnehmer*innen habe ich noch Jahre später wieder getroffen. Leider wurden die Lehrgänge mit der Zeit nicht mehr angeboten.
BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?
K. Martin: Ich meiner Freizeit bin ich außerhalb vom Sport auch weiterhin noch ehrenamtlich beschäftigt. Ich gebe an vier Tagen in der Woche Computerkurse für Senioren. Dieses Ehrenamt ist über die Aktion Mensch organisiert. Meine tatsächlich persönliche Freizeit opfere ich gerne dem Lesen.
BRSNW: Herr Martin, ein großes Dankeschön auch an Sie für diesen Einblick in Ihre ehrenamtliche Beschäftigung. Ohne Sie wäre einiges nicht möglich gewesen. Danke!