Lena Kreft ist stellvertretende Vorsitzende des Jugendausschusses der KiJu. Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Kinder- und Jugendabteilung plant und organisiert sie verschiedene Sportveranstaltungen für ein inklusives Miteinander im Jugendbereich.
BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?
L. Kreft: Ich bin stellvertretende Vorsitzende des Jugendausschusses der Kinder- und Jugendabteilung des BRSNW (KiJu). Dort bin ich mittlerweile seit zwei Jahren aktiv dabei. Wir erarbeiten, zusammen mit verschiedenen Sportvereinen, Sportangebote für Kinder- und Jugendliche mit Behinderung. Egal welches Handicap besteht - Sport ist eine der besten Inklusionsmöglichkeiten. Die meisten Veranstaltungen, die wir geplant haben, fallen leider aus, sodass wir uns dieses Jahr mehr auf strukturelle Aufgaben konzentrieren. Zum Beispiel planen wir zurzeit eine Qualifizierungsmaßnahme zu dem Thema „Sport mit Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen“, welche im Oktober durchgeführt werden soll.
BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?
L. Kreft: Ich bin im Verein aufgewachsen und somit schon lange ehrenamtlich aktiv. Übungsleiterin war ich schon mit 15 Jahren. Zur KiJu bin ich über Axel Görgens gekommen, indem wir über ein Vereinsprojekt einen Anfängerschwimmkurs für Kinder- und Jugendliche mit Behinderung aufbauen durften. Durch Axel nahm ich dann am Übungsleiter*innen - Lehrgang der KiJu teil, trat dem Young-Team bei und wurde 2018 zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
BRSNW: Was treibt dich an das Ehrenamt auszuführen?
L. Kreft: Die Kinder- und Jugendlichen, die trotz ihrer Handicaps ihren Sport voller Leidenschaft nachgehen- das gibt mir einfach sehr viel wieder. Es macht Spaß, die verschiedenen Möglichkeiten des Behindertensports darzustellen. Vor allem Kindern- und Jugendlichen mit Behinderungen kann der Wunsch nach regelmäßiger, sportlicher Aktivität leider häufig nicht erfüllt werden. Dieser Zielgruppe eine Möglichkeit zu bieten, ein Hobby, eine Leidenschaft zum Sport zu entwickeln und dadurch ein Lächeln zu erzeugen, macht mich glücklich und schafft immer wieder Motivation, ehrenamtlich zu arbeiten. Ohne diese ehrenamtliche Arbeit wäre das in dieser Form nicht möglich.
BRSNW: Was war das bisher schönste Erlebnis in deiner ehrenamtlichen Zeit?
L. Kreft: Das war meine erste ehrenamtliche Veranstaltung innerhalb der KiJu. Es war das Nikolaus Spiel- und Sportfest 2016. Während diesem Event habe ich das erste Mal mitbekommen, wieviel Spaß es macht, ehrenamtlich in der KiJu zu arbeiten. Aber allgemein machen mir alle Veranstaltungen und Projekte Spaß. Eine Geschichte werde ich aber trotzdem nie vergessen: Ein Kind mit geistiger Behinderung ist bei uns in den Verein gekommen und wollte Schwimmen lernen. Am Anfang hat er sich nicht einmal getraut, seinen Kopf unter Wasser zu stauchen. Ein Jahr später hat er mir voller Stolz sein Seepferdchen Abzeichen gezeigt. Das hat mich ebenfalls sehr glücklich gemacht.
BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit oder nach der ehrenamtlichen Zeit?
L. Kreft: Ich spiele Volleyball im Verein, bin viel draußen unterwegs, reise gerne und mache allgemein gerne Sport. Ich kann mir meine ehrenamtliche Zeit selber einteilen, was mit natürlich sehr gelegen kommt.
BRSNW: Danke für deine Zeit und dein großes ehrenamtliches Engagement für die Arbeit mit Kinder- und Jugendlichen!