Interviewreihe: Lothar Penger, Schiedsrichtertätigkeit im Kegeln.

Die Interviewreihe „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.“, beschäftigt sich mit ehemaligen aber auch aktiven freiwilligen Helfer*innen, die uns Eindrücke aus der alltäglichen Arbeit des Ehrenamts geben.

© Penger

Lothar Penger ist unser Spielleiter Kegeln der Abteilung Spiele und ist zusätzlich im Vorstand der Abteilung Spiele zuhause. Er hat in seiner sportlichen Laufbahn schon jede Menge Erfahrung gesammelt, was den organisatorischen Ablauf in Vereinen angeht.

BRSNW:  Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

L. Penger: Ich bin Spielleiter der Abteilung Kegeln und im Vorstand der Abteilung Spiele vertretenKegeln hat im Vergleich zu den anderen Sportarten der Abteilung Spiele Bosseln, Sitzball und Boccia eine sehr lange Saison. In normalen Zeiten finden 38 Spieltage statt. Durch den Corona Virus endete die Saison in diesem Jahr aber leider deutlich früher. Zurzeit ist es Vereinsabhängig, ob ein Trainingsbetrieb wieder stattfinden kann oder nicht. Das ist den Auflagen geschuldet, die nicht jeder Verein umsetzen kann. Zurzeit plane ich schon mal die Kegelsaison für nächstes Jahr.

BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zur Ihrem Ehrenamt?

L. Penger: Im Kegeln bin ich schon seit 1983 aktiv. Von 1986 – 1995 war ich als Sportwart bei meinem Heimatsportverein BSG Herne eingesetzt und konnte dort die ersten Erfahrungen in der Sportorganisation sammeln. Ich hatte damals schon immer einen guten Kontakt zu dem damaligen Spielleiter Rainer Marquardt, der mich ansprach, ob ich nicht Lust hätte eine Schiedsrichtertätigkeit für den Kegelsport anzunehmen. 2 Jahre später hatte ich tatsächlich meinen Schiedsrichterschein über den DBS gemacht und konnte viele verschiedene Spiele begleiten. Etwas später, hat der damals zuständige Spielleiter Kegeln seinen Posten überraschend niedergelegt. So kam es, dass es keinen zuständigen Spielleiter für den Bereich Kegeln gab und ich gefragt wurde. Ehrlicherweise war ich damals mit meiner Vereins- und Schiedsrichterarbeit schon sehr stark eingespannt aber mit etwas Überredungskunst vom Verband habe ich dieses Ehrenamt auch noch angenommen- und bin bis heute froh darüber. Mittlerweile macht es mir richtig Spaß.

BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

L. Penger: Der Vereinssport gestaltet sich oft gleich, es sind viele Leute die den Sport in der Gemeinschaft ausüben wollen aber die wenigsten möchten die Organisation und die Verantwortung übernehmen. Ich möchte, dass der Kegelsport im vernünftigen Rahmen stattfinden kann und übernehme diese administrative Aufgabe auch gerne. Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, dass der Ablauf wie geplant stattfinden kann.

BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis für Sie?

L. Penger: Das mit Abstand schönste Ereignis war für die Teilnahme als Schiedsrichter bei den deutschen Meisterschaften im Kegeln. Allgemein kann man sagen, dass der reibungsfreie Ablauf im Kegelbetrieb auch ein andauerndes, schönes Ereignis ist. Aber auch meine persönlichen sportlichen Erfolge, wie z.B. der zweite Platz bei der Deutschen Meisterschaft bleibt positiv im Kopf.

BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

L. Penger: Ich bin leidenschaftlicher Schalke-Fan und besitze seit 1991 eine Dauerkarte. Die Spieltage waren in der normalen Zeit natürlich immer fest verplant. Weiterhin bin ich und meine Familie seit 1995 immer mal wieder auf unserem Campingplatz, wo wir uns bei Bedarf erholen.

BRSNW: Wir danken Ihnen für großes ehrenamtliches Engagement.