Interviewreihe: Patrick Moser und die KiJu

Die Interviewreihe „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit, die unbezahlbar ist.“, beschäftigt sich mit ehemaligen aber auch aktiven freiwilligen Helfer*innen, die uns Eindrücke aus der alltäglichen Arbeit des Ehrenamts geben.

© Moser

Patrick Moser ist stellvertretender Vorsitzender des Jugendausschusses der Kinder- und Jugendabteilung des BRSNW und dort für die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und dem Verband zuständig. Er koordiniert die Sportangebote für Kinder und Jugendliche.

BRSNW: Was ist Ihre derzeitige ehrenamtliche Aufgabe?

P. Moser: Ich bin stellvertretender Vorsitzender des Jugendausschusses der KiJu.Ich koordiniere die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen
und dem Verband und versuche, Kindern und Jugendlichen mit Handicap die Sportangebote in Sportvereinen zu eröffnen. Darüber hinaus bin ich auch im BRSNW Young Team aktiv. Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Young Teams organisieren wir die Durchführung verschiedener Veranstaltungen und Aktionstage, an denen wir verschiedene inklusive Sportangebote anbieten. So möchten wir das Interesse am (Behinderten)Sport für Kinder und Jugendliche fördern und Wege in die Mitgliedsvereine eröffnen.

BRSNW: Wie und wann kamen Sie damals zu Ihrem Ehrenamt?

P. Moser: Da muss ich etwas weiter ausholen: Ich war schon vorher ehrenamtlich beim BRSNW aktiv und gestaltete als aktiver Rollstuhlnutzer, zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, verschiedene Workshops zum Thema Rollstuhlsport und Mobilitätsförderung. Genauso ein Workshop fand zeitgleich mit einer Tagung der KiJu statt.  Da ich bereits als Übungsleiter im Kinder- und Jugendsport tätig war, war mein Interesse an der Verbandsarbeit schnell geweckt. Ich war damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort, würde ich sagen.

BRSNW: Was treibt Sie an das Ehrenamt auszuführen?

P. Moser: Ich möchte die Möglichkeiten des Para Jugendsports aufzeigen und dem Inklusionssport für Kinder und Jugendliche eine Bühne bieten. In der von mir seit meiner Kindheit betriebenen Sportart Rollstuhlbasketball habe ich nicht nur ein sportliches Hobby gefunden, sondern erlebe bei jedem Training und jedem Spiel die Inklusion im Sport live. Rollstuhlbasketball bietet mir die Möglichkeit, gemeinsam mit meinem nicht behinderten Zwillingsbruder eine Sportart auszuüben, in der wir trotz meines Handicaps durch ein entsprechend inklusives Regelwerk gleichberechtigt miteinander spielen und an unsere individuellen Grenzen gehen können. Anderen Kinder und Jugendlichen mit und ohne Handicap diese Möglichkeiten zu zeigen, ist mein Antrieb dieses Ehrenamt auszuführen.

BRSNW: Was war das bisher schönste Ereignis im Ehrenamt für Sie?

P. Moser: Das war auf jeden Fall die allererste Rehacare bzw. das BRSNW Sportcenter was ich miterleben durfte. Damals war ich als Helfer dabei. Die gesamte Palette des Behindertensports wurde dort vorgestellt und ich war erst überrascht und dann begeistert, welche sportlichen Möglichkeiten es für benachteiligte Menschen gibt. Vor allem das Rollstuhlbasketballturnier hat mich nachträglich geprägt, das werde ich nicht vergessen.

BRSNW: Was machen Sie in Ihrer Freizeit neben oder nach der ehrenamtlichen Zeit?

P. Moser: In meiner freien Zeit treibe ich viel Sport. Bei der BSG Duisburg spiele ich Rollstuhlbasketball und in meiner restlichen Freizeit bin ich mit anderen sportlichen Tätigkeiten beschäftigt. Neben der ehrenamtlichen Tätigkeit bei der KiJu, leite ich zusätzlich noch eine Rollstuhlsportgruppe für Kinder und Jugendliche in Ratingen.

BRSNW: Wir möchten dir herzlichst für Ihren selbstlosen und großzügigen Einsatz für das Ehrenamt danken. Danke Patrick!