Am 19.02.2020 fanden in der Düsseldorfer Suitbertstraße die schon traditionellen Landes-Schulmeisterschaften der Förderschulen für geistige und motorische Entwicklung statt. Das bewährte Team um Martina Hück und Wilfried Marx vom PSV Düsseldorf gelang es einmal mehr, eine hervorragende Meisterschaft auszurichten. Da traten die bekannten Parkprobleme, die es in Düsseldorf fast überall gibt, schnell in den Hintergrund. Stärker wirkte sich da schon die morgendliche Stausituation auf den Autobahnen aus, so dass sechs Mannschaften erst verspätet zu der Schulmeisterschaft anreisen konnten.
So gelang es auch noch dem 1. Vorsitzenden des BRSNW, Reinhard Schneider, trotz der Parkprobleme rechtzeitig zum Wettkampfbeginn anwesend zu sein
Die inzwischen 16. Schulmeisterschaft wurde zum ersten Mal in Düsseldorf ausgetragen, und war Bestandteil der Gran Slam Woche. Eins der größten Welt-Judo-Turniere mit ca. 700 Weltklasse-Judoka beginnt nur zwei Tage später im ISS-Dome in Düsseldorf.
Obwohl nur noch zwei Jungen- und zwei Mädchenmannschaften pro Schule zugelassen werden konnten, hatten sich immer noch 13 Jungen- und
6 Mädchen-Mannschaften für die Landesmeisterschaft gemeldet.
Die Meldebegrenzung musste eingeführt werden, da besonders die Schüler der Förderschulen für geistige und motorische Entwicklung den Unterricht mit zeitlich fest verankerten Schulbussen besuchen, und eine Verlegung der Busabfahrtszeiten in den einzelnen Schulen kaum möglich ist.
So können die Judowettkämpfe bei diesen Landesmeisterschaften nicht vor 10:00 Uhr morgens beginnen und müssen spätestens um 13:30 Uhr abgeschlossen sein. Das führt leider auch dazu, dass Förderschulen, die weiter als 100 km von Duisburg entfernt liegen, aus zeitlichen Gründen kaum an den Meisterschaften teilnehmen können.
Schwerstarbeit mussten an diesem Tag die eingesetzten Listenführer und Kampfrichter leisten. Um die Schulmeisterschaft im vorgegebenen Zeitfenster durchführen zu können, war ein reibungsloser Ablauf, ohne jegliche Verzögerungen, notwendig. Sowohl Listenführer als auch Kampfrichter lösten diese Aufgabe souverän.
Arbeitslos blieb an diesem Tag nur der Mattenarzt, Dr. Schirmer und sein Sanitäter-Team. Es gab auch dieses Mal keine Verletzungen und am Ende nur glückliche Gesichter.
Die Mannschaften bestanden aus jeweils 5 Kämpfern in den Gewichtsklassen
– 50 kg, - 60 kg, - 70 kg, -80 kg und + 80 kg bei den Jungen
und - 40 kg, – 50 kg, - 60 kg, - 70 kg, und + 70 kg bei den Mädchen.
Die kurzfristige Absage einer Schulmannschaft brachte den vorbereiteten Wettkampfplan nur wenig durcheinander. Um den angereisten Schulmannschaften möglichst viele Kämpfe in einem begrenzten Zeitraum zu bieten, kämpften die sechs Mädchen-Mannschaften in einer Gruppe, jeder gegen jeden.
Bei den Jungen hatten sich 13 Mannschaften gemeldet, so dass eine Sechser-Gruppe, eine Vierer- und eine Dreiergruppe gebildet wurden.
Somit hatten die Mädchen jeweils fünf und die Jungen mindestens drei Mannschaftskämpfe.
Alle Gruppenkämpfe, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen, endeten meistens äußerst knapp mit 3: 2, so dass keine Favoritenmannschaft unmittelbar auszumachen war. Das sprach aber auf der anderen Seite auch für die Ausgeglichenheit der Judoka, die sich über weite Strecken äußerst enge Duelle lieferten.
Schließlich erreichten die Don-Bosco-Schule aus Geldern als Sieger der Finalrunde in den Gruppen A und B und zum ersten Mal die Schule am Nordpark Neuss als Sieger der Gruppe C den Endkampf. Wie erwartet, zeigten sich beide Mannschaften nahezu gleich stark. Die Führung wechselte von Kampf zu Kampf, so dass erst die letzte Begegnung die Entscheidung zu Gunsten der Don-Bosco-Schule Geldern brachte, die mit einem 3: 3 Sieg zum fünften Mal Landesschulmeister werden konnte.
Wie bei den Jungen verliefen auch die Mädchen-Kämpfe knapp und spannend. Leicht favorisiert waren die Mädchen aus Geldern und Wuppertal, deren Begegnung im direkten Vergleich 2: 2 und damit unentschieden endete. Eine überraschende Niederlage der Geldener Mädchen gegen die Irene-Sender-Schule aus Euskirchen entschied letztlich das Duell, so dass die Mädchen aus der Schule am Nordpark Wuppertal zum ersten Mal Landesschulmeister werden konnten.
Zum Schluss gab es für alle Judoka Medaillen und Urkunden. Die Schule am Nordpark aus Wuppertal und die Don-Bosco-Schule Geldern erhielten den Ehrenpokal des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen. Alle freuen sich schon auf das nächste Jahr, auf die nächsten Landesschulmeisterschaften im ID-Judo, die 2021 wieder in der Sportschule Duisburg-Wedau ausgetragen wird.