Lehrgang Teil 1 „Inklusives Judo für alle“ vom 11.-13.09.2024 in Sportschule Hennef

Vom 11. bis 13. September 2024 fand in der Sportschule Hennef der erste Teil des Lehrgangs „Inklusives Judo für alle“ statt - gefördert von der Aktion Mensch

Innerhalb des Lehrgangs gab das NWJV-Bilderbuch „KOUKI“ weitgehend den Handlungsrahmen vor, da die Teilnehmenden die Aufgabe hatten, die Inhalte des Bilderbuchs judotechnisch umzusetzen. Der zweiteilige Lehrgang wird vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband in Kooperation mit dem BRSNW e.V. durchgeführt. Großzügig unterstützt wird diese Maßnahme von der Aktion Mensch, sodass die Teilnahmegebühren niedrig gehalten werden konnten. Mit 20 Teilnehmenden, darunter 5 Trainer*innen, war der Judolehrgang, der von Dr. Wolfgang Janko und Sergio Sessini geleitet wurde, voll besetzt.

Das Wochenende begann mit einem Kennenlernen und einer theoretischen Einheit über die Entwicklung des Judo und speziell des Behinderten-Judo in Deutschland und Nordrhein-Westfalen. Alle weiteren Lehrgangseinheiten waren praxisorientiert gestaltet.

Am ersten Lehrgangswochenende lag der Fokus auf der Vermittlung judospezifischer Grundtechniken wie Fallen, Halten und Werfen, unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Dabei war das Bilderbuch „KOUKI“ eine große Hilfe, da es die Grundlagen des Judo – wie die Benennung und das Anziehen des Judogi, Verhaltensregeln beim Judo und im Umgang mit den Partner*innen, die Bedeutung der Gürtelfarben und die Judo-Rituale – besonders anschaulich darstellt. So hatten die Teilnehmenden keinerlei Probleme, die Inhalte nachzuvollziehen und anschaulich auf der Judomatte darzustellen. Nicht zuletzt konnten mit dem Bilderbuch auch die zehn Judo-Werte praxisnah erläutert werden.

Zum Abschluss des ersten Lehrgangsteils erarbeiteten die Teilnehmenden am Sonntagmorgen gemeinsam mit dem 15-fachen Deutschen Kata-Meister Sergio Sessini die erste Gruppe der Katame-no-Kata. Diese inklusive Kata, bestehend aus fünf Haltegriffen, den jeweils dazugehörigen drei Befreiungstechniken und den notwendigen Schritt- und Bewegungsfolgen, stellte alle Teilnehmenden vor eine besondere Herausforderung des Bewegungslernens. Doch Sergio, ein Meister seines Fachs, vermittelte die Techniken so motivierend und gekonnt, dass alle nicht nur intensiv übten, sondern nach drei Stunden ihre Kata demonstrieren konnten. Insgesamt waren sowohl Athlet*innen als auch Trainer*innen während des gesamten Lehrgangs hoch motiviert und außerordentlich engagiert – eine wirklich tolle Gruppe.

Mit dem Mittagessen am Sonntag endete der erste Teil des inklusiven Judolehrgangs. Der zweite Teil folgt vom 4. bis 6. Oktober 2024, ebenfalls in der Sportschule Hennef.

Text & Fotos: Wolfgang Janko