6,88 Meter. Weltrekord. Was ein Ausrufezeichen von Leon Schäfer. Kurze Zeit später kratzt er an der Sieben-Meter-Marke: 6,99 Meter. Weltrekord eingestellt. Der 22-jährige Leverkusener übertraf bei den Bayer Classics im Sommer 2019 seinen eigenen Weltrekord, der er nur elf Tage zuvor bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Singen aufgestellt hatte. Schäfer fühlt sich vorbereitet für das große Highlight zum Jahresende.
Der Blick geht nach vorne
Das bittere Jahr 2018 mit Verletzung und dem Verpassen der Heim-EM in Berlin hat er abgehakt. Schäfer blickt nach vorne. Er trainiert achtmal in der Woche, ob auf der Tartanbahn oder im Kraftraum. Sein Ziel: Die Weltmeisterschaften im November in Dubai als Jahreshöhepunkt. In der Stadt der Wolkenkratzer und Luxusbauten ist Schäfer sowohl im Weitsprung als auch im 100 Meter Sprint Medaillenkandidat.
Vergleich mit Heinrich Popow
Dass in Schäfer große Hoffnungen gesetzt werden, wurde bereits vor den Wettkämpfen im Sommer deutlich. Schließlich hatte kein Geringerer als Paralympicssieger und Weltrekordhalter Heinrich Popow den 22-jährigen persönlich zu seinem Nachfolger auserkoren. Popow hatte nach der Europameisterschaft in Berlin im vergangenen Jahr seine Karriere beendet.
Paralympics im Kopf
Den Erwartungen und Lobeshymnen wird Schäfer gerecht werden wollen. In Dubai will er Medaillen in Angriff nehmen, und damit das Ticket für die Paralympics in Tokio im nächsten Jahr lösen. Nach Rio 2016 mit Platz vier im Weitsprung wäre es seine zweite Teilnahme.