Am Mittwoch den 30. März 2022 starteten die Landestrainer Mitja Zastrow, Co-Landestrainer Pascal Hartwich sowie Ili Matuszczyk, Sportphysiotherapeutin, mit elf Para Schwimmer*innen nach Berlin. Nach einer entspannten Zugfahrt und einem schnellen Check In im Hotel ging es direkt zum lockeren Einschwimmen in den Europasportpark Berlin. Die Schwimmhalle ist international bekannt für ihr „schnelles Wasser“ und so viel sei an dieser Stelle schon verraten: Das Wasser hat seinem Namen alle Ehre gemacht.
Bevor es aber am ersten Wettkampftag ins kühle Nass ging, wurde bereits morgens um 6:00 Uhr vor dem Frühstück der obligatorische Coronatest gemacht. Die Erfahrung zeigte, dass sich das frühe Aufstehen lohnt, um keine langen Wartezeiten an den Teststationen zu riskieren. Das BRSNW Team wurde zum Glück durchgehend negativ getestet und war umso positiver auf den internationalen Wettkampf gestimmt. Die Trainer und Aktive starteten täglich gegen 7:00 Uhr ins Schwimmbad und kamen teilweise erst gegen 21:15 Uhr zurück ins Hotel – lange Tage für alle Beteiligten!
Leider konnten Pia Huppertz und Jacqueline Herweg gesundheitsbedingt nicht teilnehmen, aber das versprochene Daumen drücken aus der Ferne hat sich gelohnt! Denn die IDM war rückblickend sehr erfolgreich und so kamen über die vier Wettkampftage insgesamt 35 Medaillen zusammen:
13xGold, 15xSilber, 7xBronze. Davon ging eine Silbermedaille an die 4x50Mixed Staffel am letzten Tag.
Neben den tollen Platzierungen wurden viele neue persönliche Bestzeiten aufgestellt. Taliso Engel von der SG Bayer lieferte über 50m Brust bereits im Vorlauf eine neue Weltrekordzeit (0:28,86), die er dann selbst im Finale noch einmal unterbot (0:28,71).
Maurice Wetekamp und Philipp Hebmüller konnten die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Juni 2022 auf Madeira knacken und lösten damit ihre WM-Tickets! Weitere Athleten qualifizierten sich für die European Paralympic Youth Games, die im Juni 2022 in Finnland stattfinden.
„Wir sind generell sehr zufrieden mit den Ergebnissen“ lobt Landestrainer Mitja Zastrow. „Gemessen an den derzeitigen Trainingsumfängen der Athlet*innen haben wir tolle Ergebnisse erreicht. Wir wünschen uns, dass einige Schwimmer*innen nach dem internationalen Vergleich erkennen, welche Leistungen sie mit einem höheren Trainingsumfang erreichen könnten – denn wir haben noch so viel Potential im Team NRW!“.
Besonders ins Auge fielen die sehr guten Leistungen der Para Schwimmer*innen, die inklusiv in Gruppen von leistungssportlich orientierten Vereinen trainieren. Positiv zu betonen ist außerdem die Leistung von Ragna Grunder, der jüngsten Schwimmerin. Sie hat ihre erste IDM super gemeistert und kann damit sicherlich auch ein Beispiel für ältere Teilnehmer*innen sein!
Eine Erinnerung wird die IDM 2022 für alle Beteiligten bleiben, eine besondere aber für Anna Krzyzaniak. Für sie war es der letzte Wettkampf, aber wir hoffen sehr, dass uns Anna am Beckenrand in neuer Rolle erhalten bleibt.