Para Eishockey WM: Jasters Jahreshighlight in Berlin

Am 17. November 2019 beginnt in Berlin die Weltmeisterschaft (B-Pool) im Para Eishockey. Der Kader steht und hofft auf den Aufstieg in die A-Gruppe. Christian Jaster ist einer von vier Spielern aus Nordrhein-Westfalen.

© Jaster, Privat

© Jaster, Privat

Man merkt Christian Jaster die Vorfreude an. Der Düsseldorfer ist einer von vier NRW-Athleten, die zum WM-Kader der Deutschen Para Eishockey-Nationalmannschaft gehören. „Eine WM im eigenen Land ist etwas ganz Besonderes. Nicht jeder Sportler bekommt die Chance mit der Nationalmannschaft ein solch wichtiges Turnier zu spielen“, sagt Jaster vor dem Turnierbeginn.

Das 17-köpfige WM-Aufgebot vom gebürtigen Iserlohner Cheftrainer Andreas Pokorny hält mit Ingo Kuhli-Lauenstein, Nils Krüger und Lukas Sklorz noch drei weitere Spieler aus Nordrhein-Westfalen bereit. Alle drei kommen von den Wiehler Penguins. Die Stimmung im Team beschreibt Christian Jaster als durchweg positiv. „Wir arbeiten eng zusammen und jeder pusht sich gegenseitig. Alle freuen sich auf das Jahreshighlight in der Hauptstadt.“

Insgesamt kämpfen sechs Mannschaften in Berlin um den Sprung unter die besten Teams der Welt, aber nur die beiden Erstplatzierten schaffen den Aufstieg in den A-Pool und haben damit die Möglichkeit, sich für die Paralympischen Winterspiele 2022 in Peking zu qualifizieren. Topfavorit ist Russland. Dahinter wird es spannend. „Hinter Platz eins ist vieles möglich. Wir erwarten einen harten Kampf mit den Chinesen und den Slowaken“, sagt Jaster beim Blick auf die Gruppengegner. Aber auch Großbritannien und Polen wird die deutsche Mannschaft nicht unterschätzen.

Weitere Infos und den Spielplan gibt es unter https://paraicehockey.de/news/

 

Im Para Eishockey stehen die Spielregeln, Spielfläche und Ausrüstung dem Eishockey im nichts nach. Zwei Ausnahmen gibt es: Die Spieler bewegen sich auf dem Eis sitzend mit einem Schlitten fort. Die Spielzeit beträgt dreimal 15 statt dreimal 20 Minuten wie beim Eishockey. Zur Fortbewegung und Kontrolle des Pucks haben die Spieler jeweils zwei kurze Schläger, deren Griffenden mit Spikes versehen sind. Para Eishockey gilt seit 1994 als paralympische Disziplin. Vor mehr als drei Jahrzehnten in den nordischen Ländern entwickelt, wird der Sport mittlerweile in vielen Wintersportnationen gespielt. Erst im Jahre 1996 entstand in Hannover die erste deutsche Mannschaft.