Dr. Georg Schick, Referent Qualifizierung beim BRSNW, leitete die dreistündige Abendveranstaltung – unterstützt durch Doris Tölle und Stephan Gentes vom WTB, die das Webinar begleiteten.
"Kompakt und informativ – all meine Fragen beantwortet"
Nach ärztlicher Verordnung und Genehmigung wird Rehabilitationssport von den Kostenträgern finanziert. Dazu gehört die jeweilige Krankenversicherung, Ersatzkasse, Renten- oder Unfallversicherung/Berufsgenossenschaft. Um Rehasportgruppen anbieten und abrechnen zu können, müssen Sportvereine mit ihren Übungsleiter*innen die Rahmenbedingungen kennen und einhalten. Im Workshop wurden Gesetze, Verträge, Vorgaben sowie deren praktische Umsetzung erklärt und anhand praxisnaher Beispiele veranschaulicht.
"Auffrischung und Orientierung – Jahre nach meiner Rehasport-Ausbildung"
Aktualisiertes Wissen hilft gerade heute: Wie hoch sind die verschiedenen Kostensätze? Welche Unterlagen sind erforderlich? Was kann online erledigt werden? Welche Bestimmungen gelten zu Gruppengröße, Übungsleitung, Aufsicht und Sicherheit? Welche während der COVID-19-Pandemie? Was ist im momentanen November-Lockdown noch möglich? Diese Fragen wurden im Workshop behandelt, der ursprünglich als Präsenzveranstaltung in Hamm geplant war. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung fand er schließlich online statt. Daher trat der informative Charakter des Abends besonders hervor, während persönlicher Austausch der Teilnehmer*innen weniger leicht als üblich fiel. Lohnende Erfahrung brachte der Workshop allen Beteiligten.
"Interesse geweckt – plane Weiterbildung im Profil Neurologie"
Rehabilitationssport bedeutet Angebotsvielfalt. Neben den weithin bekannten Herzsportgruppen und Angeboten für orthopädisch Betroffene gibt es auch Rehasport für Menschen mit geistiger Behinderung, psychischer Störung, Suchterkrankung, Krebs, Lungenkrankheit und vielen weiteren Indikationen. Dafür werden die Übungsleiter*innen speziell qualifiziert: in Grundlagen- und Profilausbildung ebenso wie durch kontinuierliche Fortbildung. Eine Workshop-Teilnehmerin interessiert sich nun für das Profil Neurologie. Sie nutzt die verordnete Ruhe im November-Lockdown, um ihre Zukunft zu planen: als Übungsleiterin für Menschen mit Morbus Parkinson, Multipler Sklerose, Schlaganfall oder Demenz.
Bewegt GESUND bleiben in NRW!
Im Rahmen des Förderprogramms unterstützt der Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW) die Workshops mit finanziellen Mitteln von LSB NRW und Staatskanzlei des Landes NRW. Der BRSNW bietet sie gemeinsam mit kooperierenden Bünden und Fachverbänden an. Zur Teilnahme eingeladen sind alle interessierten Vereine: Solche mit Erfahrung im Rehasport profitieren ebenso wie Interessierte, die sich neu mit dem Thema beschäftigen. Ebenfalls online wird der vierte Workshop zum Einstieg und Update stattfinden. Termin und Möglichkeit zur Anmeldung werden wir zeitnah ausschreiben.